Hypnosystemische Beratung - unter Berücksichtigung eines hypnosystemischen Menschenbilds - im nicht freiwilligen Kontext.

Hypnosystemische Beratung entwickelte sich aus der systemischen Beratung (wie sie auch beispielsweise bei Familienstellen zum Einsatz kommt) und aus Methoden aus der Hypnotherapie nach Milton Erickson. Die 120-seitige Masterarbeit setzt sich aus einem theoretischen und einen empirischen Teil zusammen. Zentraler Ansatzpunkt der Masterarbeit ist die Entwicklung eines hypnosystemischen Menschenbildes und die Haltung in der hypnosystemischen Beratung, das auf Wertschätzung, Beratung auf Augenhöhe, Empathie, Transparenz und Vertrauen in  der Beratung und das Eingehen auf das Anliegen der Klient*innen fußt. Der theoretische Teil startet mit dem Kapitel „Grundlagen und Grundbegriffe in der hypnosystemischen Beratung.“ Hier werden Grundzüge der hypnosystemischen Beratung dargestellt und anschließend wird auf das Menschenbild und die Haltungen in der hypnosystemischen Beratung eingegangen. Im Kapitel „Grundzüge der hypnosystemischen Beratung“ im theoretischen Teil wird auf willkürliche und unwillkürliche Prozesse, Trance und Hypnose, Aufmerksamkeitsfokussierung, Priming, die Potentialhypothese, den systemischen Ansatz, die Utilisation, die Zielvisionsentwicklung, das Seitenmodell oder Dissoziationsmodell und auf Pacen eingegangen. Daran anschließend wird Beratung im nicht freiwilligen Kontext, Arbeitslosigkeit, die sich daraus ergebenden Probleme, Unterstützung bei Arbeitslosigkeit und Widerstände bzw. verschiedene Widerstandsphänomene erarbeitet und erläutert.  Der Wirkung des in dieser Arbeit entwickelten hypnosystemischen Menschenbilds im beraterischen Kontext wird anhand einer empirischen Studie nachgegangen, wobei untersucht wird, ob hypnosystemische Beratung  zur Verringerung von Widerständen im nicht freiwilligen Kontext führt. . Die Studie bedient sich eines mixed-methods-Ansatzes, wobei in der quantitativen Untersuchung n=45 Personen zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten befragt wurden. In der qualitativen Untersuchung wurden vier Interviews mit Personen, die anfangs im Widerstand waren, aber im Laufe der Beratung zu einer Zusammenarbeit motiviert werden konnten, mittels eines Interviewleitfadens befragt. Aus den Interviews wurden Kategorien in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse von Philipp Mayring induktiv herausgearbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass hypnosystemische Beratung zur Verringerung von Widerständen führen kann, wenn Widerstände nicht als eine destruktive Kraft gesehen werden, sondern als verborgene Potentiale, welche gemeinsam von Klient*innen und Berater*in zur Entfaltung gebracht werden können.

 

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